Seit der Gründung der Kulturstiftung 2008 bzw. der Aufnahme der Arbeit per 2009 hat sich die Rheintaler Kulturstiftung (RKS) als Kultur-Förderinstrument etabliert. Sie ist bei den Kulturschaffenden aller Sparten, bei den Kulturinstitutionen und Kulturvermittlern bekannt. Als «one stop shop» bearbeitet sie die Gesuche und begleitet die förderungsberechtigten Kulturprojekte auch zu anderen Förderinstanzen (Amt für Kultur und Lotteriefonds). Erfreulich ist, dass die Beitragsgesuche in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen haben. Finanziert wird die Rheintaler Kulturstiftung durch die Rheintaler Gemeinden (Rüthi bis St. Margrethen) sowie das Amt für Kultur in St.Gallen. Anlaufstelle der Rheintaler Kulturstiftung ist die Geschäftsstelle. Anschliessend entscheidet der achtköpfige Stiftungsrat über die eingegangenen Gesuche.

Motion zum Lotteriefonds im Kanton St.Gallen

Die Fraktionen SVP, FDP, Mitte und EVP haben im St. Galler Kantonsrat eine Motion eingereicht, die den Lotteriefonds neu verteilt und den Kulturanteil deutlich senken würde. Dies könnte weitreichende Folgen für Kulturinstitutionen, Projekte und Kulturschaffende im Kanton haben.

Am 2. Dezember 2025 haben die Fraktionen SVP, FDP, Mitte und EVP im St. Galler Kantonsrat eine Motion eingereicht. Sie will den Lotteriefonds neu aufteilen. Der Anteil der Mittel für Kultur, Brauchtum, Soziales und Entwicklungsarbeit soll von rund 80 % auf maximal 40 % gesenkt werden. Der Rest soll für Sport, Projekte zur Weiterentwicklung (Bildung, Innovation, wirtschaftliche Entwicklung) des Kantons und eine Reserve für besondere Vorhaben genutzt werden (zur Motion). Ziel sei es, laut Motion, dass «die Mittel aus dem Lotteriefonds transparenter, wirkungsorientierter und zukunftsgerichteter eingesetzt werden.»

Folgen für die Kultur
Aus Sicht der Kulturverbände hätte die Motion im vorliegenden Wortlaut weitreichende Konsequenzen für das Kulturleben im Kanton St. Gallen. Viele Kulturinstitutionen, Projekte und Kulturschaffende könnten weniger Geld erhalten. Auch laufende Beiträge und Vereinbarungen wären gefährdet. Das kann das Kulturangebot und die Arbeitsbedingungen im Kanton einschränken.

Was kann ich tun?
Kulturschaffende und Institutionen können sich bei Kantonsrätinnen und Kantonsräten aus ihrer Region (zur Übersicht) melden und erklären, welche Folgen die Motion für sie hat. Die igKultur Ost stellt dafür Hilfen bereit, zum Beispiel Tipps für Gespräche und Kontakte zu den Kantonsratsmitgliedern.

Die kommenden Wochen sind entscheidend für die Zukunft der Kulturförderung im Kanton St. Gallen. Eine breite und frühzeitige Sensibilisierung kann dazu beitragen, die Bedeutung der Kultur und ihrer Finanzierung sichtbar zu machen.

-> 2601_igKO_Einleitung_Austausch_Politik

-> 2601_Anleitung_Jetz_handeln_igKO

-> 2601_Argumentarium_igKO_final